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Die Schlosskapelle neben der Ritterakademie am Schloss Bedburg - bald wird dieser Anblick nur noch auf Bildern möglich sein.

07.06.2011

Schlosskapelle kann doch nicht gerettet werden

Vor knapp einem Monat war noch die Hoffnung aufgekeimt, die im Jahr 1855 vom Baumeister Vincenz Statz fertiggestellte Schlosskapelle doch noch retten zu können. Jetzt kam plötzlich und unerwartet das Aus - in Form eines Schreibens aus dem Landesbauministeriums: "Aufgrund der angespannten Finanzsituation im Land könne die Förderung zur Sicherung der Kapelle doch nicht gewährt werden, weil die Mittel für die Denkmalförderung drastisch gekürzt werden müssen."

Dabei hatte eine Stiftung hatte noch vor wenigen Tagen mitgeteilt, eine Summe von rund 130.000 Euro für die Sicherung der Kapelle bereitzustellen, wenn das Land die gleiche Summe auch zur Verfügung stellt und dann auch die geplante Sanierung fördert. „Jetzt ist durch die Mitteilung der Landesregierung diese Zusage der Stiftung auch hinfällig“, bedauerte der Bürgermeister in der gestrigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses die Entwicklung.

Die Stadt kann das Geld für die Rettung keinesfalls aufbringen, da sind sich die Vertreter aller Parteien einig. Auch der gerade erst neu gegründete Verein "Schlosskapelle Bedburg" sieht keine Möglichkeit der Rettung mehr. "Es tut uns allen in der Seele weh, jetzt will sich der Verein um die Neugestaltung des frei werdenden Areals am Schloss kümmern", so Dr. Georg Kippels (CDU), Vorsitzender des Vereins. "Es geht um die Fläche der Kapelle und die Fläche, auf der die Ritterakademie steht." Es gibt mehrere Ideen und Vorschläge, wie diese Stelle zukünftig aussehen und genutzt werden kann. Möglich wäre eine Freilichtbühne, auf der dann Schlosskonzerte stattfinden könnten. Ob hier dann auch ein Gastronomiebetrieb Besucher zum Verweilen und zum Besuch von Schloss und Schlosspark einlädt, muss noch in den Gremien beraten werden.

Nach Angaben der Eigentümerin der historischen Gebäude, Nathalie Hillebrand, steht der Abbruch nun kurz bevor, die Arbeiten sollen in der übernächsten Woche beginnen.