07.06.2011
Jugendamt: politscher Druck brachte ersehnten Erfolg
Auf Antrag der CDU-Fraktion hatte die Stadtverwaltung bereits eine Resolution an NRW Minsterpräsidentin Hannelore Kraft erstellt, um dem Antrag vom 04. 03.2009 auf Genehmigung und Übernahme des Jugendamtes vom Kreis auf die Stadt Bedburg mehr Nachdruck zu verleihen. Notfalls sollte sich sogar der Petitionsausschuss mit dem Thema beschäftigen, um endlich die seit Monaten ausstehende Bestätigung der Landesregierung zu bekommen.
Zweieinhalb Stunden vor der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, bei dem die Verabschiedung der Resolution auf der Tagesordnung stand, lenkte die NRW Landesregierung ein und schickte eine E-Mail mit dem Inhalt, dass dem Antrag entsprochen werde. Damit kann das Jugendamt in der Stadt offiziell am Freitag den Dienst aufnehmen.
CDU Fraktionvorsitzender Dr. Georg Kippels wurde wie alle anderen Teilnehmer bei der Sitzung von dieser Entwicklung überrascht. Einerseits fand er es "schön", dass nun endlich dieser Bescheid erteilt worden ist, andererseits hätte er aber auch allzu gern die Resolution an die Landesregierung abgeschickt. "26 Monate zwischen Antrag und Genehmigung, das kann keiner mehr nachvollziehen."
Da wird wohl ein Vögelchen aus den Reihen der Stadt-SPD in Düsseldorf gezwitschert haben, um weiteren Schaden von der NRW Landesregierung fern zu halten", wurde am Rande der Sitzung vermutet. Wie auch immer, jetzt kann auch kurzfrisitg die seit langem ausstehende konstituierende Sitzung des Jugendhilfeausschusses stattfinden, damit das Jugendamt dann auch wirklich aktionsfähig wird.
Seit dem 1. Januar 2011 ist die Stadt Bedburg als mittlere kreisangehörige Stadt anerkannt und führt seitdem bereits - wenn auch bisher nur kommissarisch - ein eigenes Jugendamt.
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